Was ist ein Krafttier?
Und was ist ein Schutzbegleiter?
Krafttier Definition
TRIGGERWARNUNG:
Unromantische Darstellung
Es handelt sich bei einem Krafttier um eine Symbolfigur aus dem animistischen
Weltbild.
Animismus ist ein Religionshistorisches Konzept der "Allbeseeltheit". Alle Dinge sind beseelt oder umseelt. Der Begriff "Animismus" wurde vom Oxford-Professor Edward Burnett Tylor in die wissenschaftliche Diskussion eingebracht.
Traditionell erkennt ein Mensch diese Symbolfigur in einer tierischen, pflanzlichen oder mineralischen Erscheinung. Hier sprechen wir von der tierischen Erscheinung. Diese tierische Symbolfigur ist durch das Erkennen des Menschen energetisch auch verbunden mit dem entsprechenden physischen Tierwesen.
Die Legende der Tiere So waren sich die Tiere dieser Welt einig. Ausser dem Hund waren alle an eine geheime Zusammenkunft gekommen: "Menschen haben aufgehört, mit uns zu sprechen. Sie haben angefangen, uns zu ignorieren und zu unterdrücken, um sich selber ungebremst zu vermehren. Das Gleichgewicht ist nicht mehr." "Wir verstehen den Hund. Mit ihm sprechen sie noch" sagten alle Anwesenden. Doch sie beschlossen einstimmig:"Wir sprechen mit diesen Menschen nicht mehr. Zusätzlich schleusen wir leichte und schwere Krankheiten in die Menschheit ein, um sie zu dezimieren." Alle nickten, da die menschliche Unterdrückung schon bedrohlich geworden war. Das grüne Volk (die Pflanzen) meldete sich:"Wir sind zwar auch dabei, denn mit uns sprechen sie auch nicht mehr. Wir finden es trotzdem hart, nicht mehr mit ihnen zu sprechen UND noch krank zu machen. Also liefern wir ab sofort materielle Energie-Medizin, um ihnen Überlebenschancen zu sichern - aber nur, falls die Menschen unsere Medizin selber finden." Die Tiere stimmten wieder nickend zu. Dieser Beschluss gilt bis heute. |
Der Biber schenkt dir als Krafttier
die Fähigkeit, Träume zu verwirklichen,
Architekt deiner Realität zu sein*
Krafttier-Arten
Je nach Kulturkreis und deren schamanischer Tradition kennt man verschiedene Krafttier-Arten. Über alle Traditionen hinweg gesehen spannt sich eine allgemeine Einteilung in zwei Krafttier-Arten:
- temporäre Themen-Krafttiere (Helfer/Wächter/Schattentiere usw.)
- permanente:r Seelenbegleiter:in (Totem)
Themen-Krafttiere:
Ein temporäres Themen-Krafttier wählt meistens den Menschen. Auch umgekehrt ist möglich durch "Rufen".
Allgemein:
Diese begegnen uns auf ungewöhnliche Art im Alltag in verschieden möglichen Kontexten: live in Tiergestalt, als Geschichte, auf Bildern usw. Man kann dies so beschreiben: Sie drängen sich uns auf, sie dringen deutlich und aussergewöhnlich in unseren Alltag.
Wir können ihre Kräfte nutzen, indem wir mit ihnen in Kommunikation treten.
Helfertier:
Ein Helfertier schenkt uns seine Fähigkeiten, um eine Herausforderung besser meistern zu können oder eine Aufgabe adäquat zu lösen.
Wächtertier:
Ein Wächtertier beschützt Zugänge zu Bereichen, die für Energien ausserhalb unserer eigenen unzugänglich bleiben sollen.
Schattentier:
Ein Schattentier spiegelt und hilft, Schattengefühle zu verstehen. Es ermöglicht das Erkennen einer Polarität des jeweiligen Bewusstseins-Bereichs.
Systemischer Stellvertreter:
Ein Stellvertreter kann die Energie eines Wesens (Menschen, Tiere, Andere) darstellen und durch sich hindurch fliessen lassen.
u.v.a.
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Als Krafttier verkörpert der Tiger
Wandlungskraft und Unabhängigkeit*
Permanente:r Seelebegleiter:in
(Schutzbegleiter | Totem)
Ein Seelenbegleiter-Tier/Totem wählt IMMER den Menschen - nie umgekehrt.
Allgemein:
Diese Symbolfigur steht für ein Energiefeld, das einem Menschen als Verbindung dienen kann, um mit den eigenen nichtalltäglichen Bewusstseinsebenen Kontakt aufnehmen zu können.
Qualitäten:
Das Energiefeld links vom Körper steht in Verbindung mit dem Unterbewusstsein, symbolisch für die Vergangenheit. Das Energiefeld rechts vom Körper steht in Verbindung mit dem höheren Bewusstsein oder Überbewusstsein, symbolisch für die Zukunft.
Die Bezeichnung dieser Energiefelder als vertraute Tier-Wesen macht es für einen Menschen einfacher, in Kontakt mit diesen Energien treten zu können, damit dieser Mensch Unterstützung erfahren kann und/oder ihm diese Felder als Spiegel dienen können.
Dadurch kann ein solcher Mensch die geistigen, nichtphysischen und somit nichtalltäglichen Kräfte, Abläufe, Botschaften und deren Zusammenhänge besser verstehen lernen.
Diese Energiefelder sind als Ebenen des Bewusstseins zu verstehen, allerdings grundsätzlich unzugänglich für den alltäglichen Verstand im Wachzustand. Im Schlaf besuchen wir diese Ebenen, doch ohne Kontrolle darüber.
Im alltäglichen Bewusstsein bleiben diese Ebenen durch die Barrieren der Wahrnehmungsfilter oft unerschlossen und verhindern unbekannte, nicht erfahrene Zustände und Einsichten. Das ist gut so.
Durch Wahrnehmungsfilter wird der Mensch nämlich erst in die Lage versetzt, seine Lebensinhalte zu priorisieren.
Dadurch bleiben aber Verständnis-Areale für Vorgänge im nichtphysischen Bereich der Natur im Verborgenen.
Somit ist ein Krafttier-Totem hilfreich in allen Lebenslagen.
Linkes Totem:
Im Allgemeinen spiegelt das Totem auf der linken Körperseite, die als weibliche, empfängliche Seite angesehen wird, die Fähigkeiten des Menschen und er wird durch dieses Totem auf seinem Lebensweg gefördert und geschützt.
So wird Entwicklung überhaupt ermöglicht.
Dieser lebenslange:r Seelenbegleiter:in, wird einem Menschen zur Geburt an seine Seite gestellt.
Es repräsentiert symbolisch alle Erfahrungen und bisherigen Energiemuster des Individuums (also das Unterbewusstsein des Menschen) und wird deshalb eben als Schutz-Totem bezeichnet (spiritus familiaris).
Rechtes Totem:
Das Totem auf der rechten Körperseite (als männlich und agierend angesehen) erkennt ein Mensch, sobald der Seelenplan offener liegt (also die Erfahrungsarchive gesäubert und so die wahren Fähigkeiten freigelegt sind).
Es repräsentiert alle Potentiale und künftigen Aufgaben (also das Überbewusstsein oder auch höheres Selbst des Menschen).
Es wird als Visions-Totem beschrieben.
Erkennen des Totems:
In alten Kulturen werden diese Totems mit Begleitung einer Schamanin oder eines Schamanen in je einer Seelenreise "besucht" und so "erkannt".
Oft nach Wochen oder Monaten des Rückzugs, der Meditation und Reflexion der eigenen Persönlichkeit.
Diese ursprüngliche Achtsamkeit seiner eigenen Persönlichkeit gegenüber und die enge Verbindung untereinander in kleinen Lebensgemeinschaften scheint in den modernen westlichen Kulturen eher abhanden gekommen zu sein.
So werden heutzutage vor einer Begegnung mit dem Totem von der Schamanin oder dem Schamanen Gespräche mit dem Menschen geführt, welcher sein Totem kennenlernen möchte
Es bedarf einer ersten Seelenreise in die untere Welt (Unterbewusstsein) ohne Besuch des Totems, um den Geist der oder des Reisenden darauf einzustellen.
Ein Totem-Symbol eines Adlers
Überlieferung
der "Totem"-Tradition:
Diese Tradition beschreibt ein "zum-Mensch-gehörendes" Geistwesen aus den "Lebens-Verkörperungen" Mineralien, Pflanzen und Tiere.
Je nach Kulturkreis wird die Auffassung vertreten, dass jeder Mensch ein oder zwei mineralische, pflanzliche und tierische Totems hat.
Auch Beziehungs-Systeme wie Familien, Liebespaare oder Firmenteams haben ein ihnen zugehöriges Totem. Es verkörpert die Energie dieses Beziehungs-Systems.
Wortbedeutung"Totem":
"Totem" bedeutet Gemeinschaftssymbol oder Gruppenzugehörigkeit, vermutlich aus der Sprache de Ojibwe (Onishinabe) aus Nordamerika: ototeman=blutsverwandt.
Der Pelzhändler John Long soll den Begriff im 18.Jahrhundert zum ersten Mal mitgebracht haben.
Der Ethnologe Lévi-Strauss bezeichnet dies als Verwechslung mit dem eigentlichen Begriff für Blutsverwandtschaft. Dies deutet noch deutlicher auf die symbolische Kraft dieses Begriffs hin.
Also: ein Krafttier-Totem ist demjenigen Menschen oder derjenigen Gruppe "zugehörig", der oder die von diesem Totem begleitet wird.
Bis heute existieren Gemeinschaften (ähnlich einer Gross-Familie oder einem kleinen Dorf) mit einem Gemeinschafts-Totem. Dieses Gruppentotem wird häufig physisch hergestellt, um diese Energie zu ehren und pflegen. z.B. kennen wir den Begriff des Totempfahls, der teilweise bei indigenen Völkern auf dem Dorfplatz steht.
Innerhalb desselben Totems darf dort traditionell teilweise keine neue Familie gegründet werden, damit die Gen-Vielfalt erhalten bleibt.
Solche und ähnliche ungeschriebene Regeln und konkrete Praktiken zum Erhalt eines gesunden Gen-Pools existieren bis heute auch in zeitgenössischen Gesellschaften - teilweise tief in modernen Kulturen verankert.
Das eigene Totem
kennenlernen:
Das linke wie auch das rechte Totem "leben" in der unteren, rsp. der oberen schamanischen Geistwelt.
Das Vorgehen zum Kennenlernen seines persönlichen Totems hängt von der jeweiligen schamanischen Tradition ab.
Variante 1:
Ein Mensch kann sein Totem zu sich auf die alltägliche Bewusstseinsebene holen, indem er sich von einer Schamanin oder einem Schamanen in einer schamanischen Seelenreise in Trance zu seinem Totem führen lässt.
Variante 2:
Die/Der begleitende Schaman:in selbst holt das Totem eines Menschen auf die alltägliche Bewusstseinsebene und stellt anschliessend die Verbindung zwischen dem Totem und diesem Menschen her.
Persönliche Anmerkung:
Ich praktiziere als Schamane bei der Begleitung von Menschen Variante 1.
In der Arbeit mit Kinder oder bei Zeremonien wie Taufe o.ä. auch die Variante 2.
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Wichtiger Hinweis: |
* Einige Inspirationen und Quellen:
- diverse alte und neue Schriften und Überlieferungen
aus meinem Schüler- und Lehrlingsweg als Schamane
- Lao-Tse „Tao-Te-King" ca. 300-400 v.Chr. (aus Übersetzungen von 1912-1984)
- Dr. Aloys Christof Wilsmann "Wunderwelt unter der Tarnkappe", 1943
- Jose und Lena Stevens „Secrets of Shamanism“, 1988
- Fried Froemer „Trance, Trommel, Totem - so heilt der Schamane“, 1992
- Jeanne Ruland „Krafttiere begleiten Dein Leben", 2004
- Wolf-Dieter Storl „Schamanentum - die Wurzeln unserer Spiritualität“, 2010
- Julia Andora Cattai „Seelensafari", 2023
- Fritz Riemann "Grundformen der Angst", 1962, 2000
- Kenneth Meadows „Shamanic Experience“, 1991
- Piers Vitebsky „The Shaman“, 1995
u.v.a.
(Alle Angaben ohne Gewähr)





